The story of the impossible (love)

peterDimanche 18 octobre déjà et ma montre affiche 20h56. Kottbusser Tor. Joe le Taxi est au rendez-vous. Nous engueule presque. Qu’est ce qu’on foutait au milieu de la chaussée. „Kurzstrecke Schlesische Strasse Ecke Cuvry Strasse et mets le turbo Joe, bordel, tu crois que Peter va nous attendre pour commencer!“. Joe me regarde l’air mauvais, et fonce pied au plancher dans la Skalitzer. 21h04. Pas un chat devant le Lido. Je cherche vainement du regard aux alentours, Lisa n’est nul part. Je tombe sur sa messagerie. Ca commence bien. Et les gens, ils sont où?! C’est bien ajourd’hui le concert, nan?! Mon badge presse, oublié, on se faufile à l’interieur grâce à Bertrand, toujours prêt à me sauver la vie. Et voilà. En une demi-seconde tout s’éclaircit. La salle est pleine, Peter et son groupe sont sur scéne et Christin me claque la bise. Autrement dit: Une fois de plus je suis en retard et Lisa n’est pas ma binôme pour ce concert. J’envoie Julien en premiére ligne capter la substantifique moëlle du concert en argentique pendant je bois des biéres au bar avec une jolie brune. Elle s’appelle Enola. J’essaye d’en savoir plus sur elle. Elle me glisse un „chut, j’adore le mec qui joue“. Moi aussi j’adore le mec qui joue, et alors? Je me tais et lui aggripe le bras. En attendant mieux. Sur la scéne Peter s’amuse avec ses potes. Qui s’amusent avec les compos de Peter. Qui s’amuse avec sa guitare. Qui fait se trémousser doucement le public (Voilà comment on boucle une boucle). Passage en revue enlevé et trés pop de „Mayday“, calme et mélancolique de ses titres plus anciens. Je profite au passage du solo de sax’ langoureux de „Going where to the tea trees are“ pour embrasser la nuque de la jolie brune. Peter se déchaîne sur sa Les Paul et headbang comme Max Cavalera, loin de son image de songwriter suédois introverti. Pas tout à fait encore à l’aise sur le devant de la scéne, il se cache un peu derriére sa méche blonde. Le show touche à sa fin. Peter joue les premiers accords de „The story of the impossible“. Le public se met à siffler la mélodie en coeur, avec lui. Surement le moment du concert le plus intense. Peter sourit et met tout ce qu’il a dans le ventre dans ce dernier morceau. Et c’est beau un Peter Von Poehl débridé. Je tape du pied comme un diable, tout le public semble saisit d’un spasme extatique et d’un besoin irrépressible de taper dans ses mains une derniére fois. encore. et encore. Jusqu’à ce que les lumiéres se rallument. Et que je me rende compte que ma jolie brune avait disparu. à suivre.

BG

Moriarty inszenieren ihre Welt im Lido

„Wir leben auf der Milchstraße“

All I ever wanted / All I ever needed / Is here in my arms / Words are very unnecessary / They can only do harm. Ja, bei diesen Zeilen kommt sicher jedem von uns das eine oder andere traurige Andenken hoch. Damit es nicht zu traurig wird, lege man sich ein Hirschgeweih in die Arme und schaukle es sanft. Komisch? Nein, das ist einfach die Interpretation des Depeche Mode Hits „Enjoy the Silence“ auf moriartisch, wie man sie am Sonntag als Schlussakt des 5. Francophonic  Festivals erleben durfte.

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Was diese Künstler kreieren, könnte man als Ergebnis vielfältiger „transpositions d’art“ beschreiben, als ein Mosaik unterschiedlichster Genres der Kunst. Moriarty bedienen sich zwar vorranging des Mediums Musik, aber das, was sie ihrem Publikum am Sonntagabend präsentierten Konzert zu nennen, erfasst schier die Bandbreite dieser Formation nicht. Es war ein Spektakel, das man sich ansehen und erleben musste, bei dem man, so man es wollte, mitsingen oder dazu tanzen konnte.  DSC_0208_2Auf der Bühne hebt dieses außergewöhnliche Quintett eine dem Laienzuschauer angewöhnte Band-Hierarchie von Sänger – Gitarrist– Schlagzeuger – Rest einfach auf. Jedes Mitglied ist nicht nur musikalisch bedeutend, sondern ebenso integral im Bühnenbild und in der Performance verhaftet und irgendwie immer im Mittelpunkt. CSC_0380Auch wenn man einräumen muss, dass die Aura, welche Rosemary umgibt, zusammen mit ihrer unglaublichen Stimme wohl am direktesten unter die Haut geht, da diese auch auf der Bühne Studioqualität und somit einen Wiedererkennungswert besitzt.  Hier nun einige Elemente eines Spektakels, die sich nur live erleben lassen: beispielsweise das nicht nur herrlich anzusehende Spiel des Kontrabasses, der kurze Xylophon-Exkurs, die mich in die Welt des Blues tragende sich mit dem Künstler bewegende Mundharmonika oder der zeitweise am Boden liegende und sich der Dinge erfreuende Gitarrist Arthur, der uns auch später ein kurzes Interview gab. „Die anderen von unten zu sehen war eine fabelhafte Erfahrung.“ DSC_0375Nein, keine Drogen und sehr selten Alkohol. Moriarty eben. Zur Erinnerung –the Almighty Oracle Blog schreibt: „ They have their own imaginary world and paint it around with each song.” Ja, das fühle ich nach diesem Abend noch mehr als vorher, da ich nur ihre Studioaufnahmen oder einige Konzertmitschnitte kannte. Eine wahrhafte Inszenierung, die Akt für Akt unterschiedlich funktioniert und viel Raum für Spontanes lässt.

Wo sie lebten, frage ich sie. In Paris, New York oder in den Hotels dieser Welt. „Auf der Milchstraße“. Das sei das einzige, dessen Arthur sich sicher sei.  Da war sie wieder, die augenzwinkernde Leichtigkeit Moriartys. Die Konzerttermine auf ihrer Homepage lassen der Band scheinbar kaum Freizeit. Arthur Moriarty stört sich daran nicht. Zim Moriarty, der Architekt unter den Moriartys, kümmere sich dennoch um die städtebauliche Bildung der restlichen Moriartys. Und diese freut’s. So wird jede Reise der Band auch eine touristische.

Hier der erste Teil des Interviews:

Der zweite Teil bisher ohne Videospur… Ich versuche das zu ändern, bis dahin, gibt’s die Ton-Version:

Nach dem Konzert war es nicht möglich, alle gemeinsam zum Interview zu bekommen, da jeder irgendwie mit mehreren Fans oder mit Signieren beschäftigt war. Das ist auch eine Sache, die Moriarty so einzigartig  macht. Jedes Bandmitglied scheint irgendwie sein Ding zu machen und zusammen ergeben sie dennoch ein in sich stimmiges Ganzes. Wie eine bewusst gewählte Familie. Das sehen auch die Fans des Moriarty-Landes so. DSC_0366So habe ich vor und nach dem Konzert mit einem französischen Pärchen  gesprochen, die Moriarty bereits vorher live gesehen haben und sie gefragt, was die beiden an der französisch-amerikanischen Gruppe mögen. Die Atmosphäre der Konzerte sei es – stets eine sehr intime, familiäre, auch wenn die Band in großen Clubs auftrete.

Als ich Arthur später davon erzähle, sagt er, sie müssten wohl einmal versuchen, auf der Bühne aggressiver zueinander zu sein. Keine gute Idee!

Eine ziemlich gute Idee hatte allerdings Ben, mein Blogpartner. Anstelle gewöhnlicher Interviews haben wir die Leute gefragt, die Konzerte von Moriarty und Peter von Poehl in drei Worten zusammen zu fassen.

Leider haben wir ihn nicht nochmal getroffen… Wenn du das liest, bleibst du dabei? Oder konnte sich Moriarty als Hauptact behaupten?

Hier noch mehr Interviews und Infos zu Moriarty:

http://www.lecargo.org/spip/moriarty/%28nf%29_diva_;_%28nmplur%29_divins/zooms-3967.html

Und das Schönste zum Schluss: Enjoy the Silence von Ben:

Danke, Julien, für deine Fotos und Videos!

Von Christin Hartung

Moriarty au Lido le 18 octobre, c’était un peu comme ça…

Interview auf den Damenklo

Welcher besserer Ort für ein Interview als die Damentoilette? Dort stöße ich nach dem Konzert von make the girl dance auf Larissa und dürfte ihren noch sehr frischen Eindrücke fangen. Ihrer Fazit: Überzeugt! – Auch wenn sie von nun an Franzosen mit “Laut“ assozieren wird. Doch süß sind sie troztdem.

LISA CRINON

Oh Baby, what a night!

von danydaniella

von danydaniella

Vendredi soir, au Maria am Ostbahnof. En temps normal je ne me risque dans un club qu’après l’heure fatale de minuit. Ce soir c’est différent: J’attend que Pierre Matthieu et Greg Kozo me fasse dancer, et me voilà déjà à dix heures pétantes sur le terrain. Bien m’en à pris.

Dans un premier temps le Maria semble si grand et le public si éparpillé, ne dansant que timidemment. On en est encore qu’au premier verre. Gentiment, l’ambiance s’installe.

L’arrivée des deux Djs français se fait remarquer. En l’espace de dix minutes la piste est remplie. Directe, elemantaire, efficace, la musique fait son effet, le public est ravi. La salle reborde de français, d’allemands, de franco-allemands ou germano-français venus acclamer le duo de ‘Make the girl dance’. Certains diront que français et allemands se laissent reconnaître à leur façon de danser.

Tandis qu’en Allemagne on ne se déshinibe qu’au cours de la soirée et ce jusqu’à l’extrême, en France on est loquace et animé par nature. Je vois surtout un mix cosmopolite, plus que normal pour ce quartier de Berlin. De l’enthousiasme aussi, beaucoup. Le fièvre éléctro a prise du public et nous voilà au coeur du temps fort de la soirée.

Greg Kozo et Pierre Matthieu font leur petit effet sur l’audience, un fait sûrement peu étranger au charme de la french touch – recette à succès autour du globe. Leur composition va comme un gant à la scène éléctronique berlinoise, et au Maria.

Embiançée, entraînée, grisée, je suis charmée. Prête pour le concert de Yuksek qui suivra. They definitely make the girl dance!

LISA CRINON

Eine warme Portion Nostalgie mit Sébastien Schuller in der Supernova

Nachdem auch ich erfahren hatte, dass Sébastien Schuller nicht in der Kulturbrauerei, sondern in der Supernova im Prenzlauer Berg, spielen würde, weil der zweite Act des Abends wegen eines Streiks an den Pariser Flughäfen nicht nach Berlin kommen konnte, machte ich mich auf dem Weg dorthin. An der Station Stadtmitte steige ich in die U2 Richtung Schönhauser Allee um und wen treffe ich dort zufällig? Den hübschen Mann aus dem Waschsalon, den ich für die Ankündigung von Sébastien Schuller interviewt hatte! Ob er denn auch zum Konzert käme? Nein, er hatte eine anstrengende Woche. Aber zumindest hatte er es sich in seine Agenda eingetragen und lieferte mir den Beweis. Irgendwann, nass und halb erfroren dank des Berliner Herbstes, komme ich endlich in der Supernova an. Der kleine Laden im Prenzlauer Berg ist schier überfüllt mit Menschen, denen man das Herbstwetter nicht ansieht.

le décor au supernovaDie Atmosphäre in der sehr liebevoll und nostalgisch eingerichteten Bar mit einem alten Küchenschrank hinter dem Tresen, dem gedämpften warmen Licht aus Lampen vergangener Tage scheint perfekt für eine Session des französischen Künstlers zu sein.

Hier zwei kurze Interviews vor dem Konzert. Es fehlt Licht, sorry…

In einem kleinen Nebenraum der Bar, eingerichtet mit ein paar Stühlen und alten Sofas, nehmen wir Platz oder lehnen uns entspannt an die Wände le publicum Sébastien Schuller spielen zu hören und zu sehen. Die Atmosphäre blieb sehr familiär und wenn man sich umschaute, entdeckte man beispielsweise eine Frau auf einem kleinen Sessel, die ihre Augen während des gesamten Konzerts geschlossen hatte, als wollte sie das Konzert ganz für sich allein haben. Andere wippten die Titel kennend mit, wieder andere schauten den Künstler einfach nur an.

Die Bühne Sébastien Schullers erinnerte mich an das kleine Heimstudio eines befreundeten Musikers. Dahinter an der Wand der in diesem Kontext etwas verstörende Fotodruck von Palmen im Hochsommer. Sébastien Schuller saß mal am Piano und sang ins Mikrophon hinein, mal stand er mit dem Mikro in der Hand über seinen

Anlagen gebeugt, um seine Stücke zu inszenieren. Schuller sur scèneEin Künstler im T-Shirt, schwarzer Hose und Basecap, dem das Reden vor dem Publikum nicht im Ansatz so viel Spaß machte, wie in seiner Musik zu versinken.  Er wirkt verletzlich, dort in den rar ausgeleuchteten Raum, mit dieser gefühlvollen und sanften Stimme. Mir geht sie zusammen mit den Pianoklängen tief unter die Haut. Seine Musik ist wie eine Reise zu sich selbst. An den Leerstellen hallt es. Eine Mischung aus Altbekanntem und Neuem, das sich zusammentut und dich prägt. Und irgendwann weißt du nicht mehr, wo genau diese Symbiose angefangen hat.

Hier kurze Mitschnitte des Konzerts in furchtbar schlechter Qualität. Entschuldigung dafür!

Als er zum letzten Stück „Weeping Willow“ (http://www.dailymotion.com/video/xbwhz_sebastien-schuller-weeping-willow) seines ersten Albums Happiness, ansetzte, applaudierten und jubelten seine Fans und ich bin doch erstaunt, dass es scheinbar viele im Publikum gab, die ihn sehr gut kennen. Die hatte ich bei meinen Recherchen vor ein paar Wochen leider nicht angetroffen. Auch nicht bei meinen kurzen Interviews einiger Leute aus dem Publikum.

Hier ein Interview mit einem sehr lustigen Brasilianer direkt im Anschluss an das Konzert:

Beim anschließenden Interview mit Sébastien Schuller denke ich mir, dass er ein unglaublich netter und authentischer Mensch ist, von Abgehobenheit keine Spur!. Ich machte mir vorher etwas Sorgen, dass er gar nicht zu einem Interview bereit sein würde, was sich aber als völliger Quatsch heraus stellte. Er habe sich sogar unseren Blog durchgelesen, aber leider nicht viel verstanden. Mein Video „Im Kino“, das eigentlich nur schwarz ist, weil ich aus Versehen, anstelle einer Audio- eine Videodatei erstellt habe, gefiel ihm besonders. Den Titel Midnight von seinem neuen Album Evenfall, um den es im Interview geht, habe er noch einmal ganz anders wahr genommen. Ob ich es ihm übersetzen würde. Nichts lieber als das! (Hier könnt ihr euch den Titel bei deezer anhören: (http://www.deezer.com/fr/music/sebastien-schuller#music/sebastien-schuller)

Zum ersten Mal sei er nach Berlin gekommen, also auch zum ersten Mal in den Prenzlauer Berg. Das Dekor der Bar war ungefähr das, was er als Idee von Berlin im Kopf hatte und was er sich schließlich zu sehen erhoffte. Ich schlage ihm vor, mal ein bisschen Spazieren zu gehen und mal einen Döner oder eine Currywurst zu essen. Das sei halt auch Berlin. Und die vielen freien Flächen, der architektonische Mix, der manchmal, gerade für Pariser, auch verstörend wirken kann. Er frage sich, warum er eigentlich nie nach Berlin gekommen sei. Seit vier Jahren lebt er zwischen Paris und Philadelphia, was nicht nur geographisch  weit voneinander entfernt ist, sondern auch bezüglich der Mentalitäten. Manchmal, so, sagt er, sei es schon nicht einfach, ständig zu reisen, als seien es zu viele Eindrücke auf einmal. Für seine Kreativität sei es ihm außerordentlich wichtig, sich zu langweilen, weil ihn das inspiriert. Doch nicht nur die Langeweile, sondern auch andere Bands inspirierten ihn. So entdeckte er erst kürzlich die Berliner Moderat (http://www.myspace.com/moderat) oder Apparat (http://www.myspace.com/apparat). Sascha Ring, der bei Projekten arbeitet, hat beim Myspace-Auftritt von Apparat untertitelt „Romanticism 3.0“. Ja, da gibt es Parallelen zu Sébastien Schuller und ich denke mir, so könnte man „Huckleberry Finn des 21.Jahrhunderts“ auch ausdrücken.  Wer weiß, vielleicht kommt Sébastien Schuller jetzt ja öfter nach Berlin… Aber in nächster Zeit wird das wohl erstmal nichts, wenn man sich die Liste seiner noch folgenden Tourdaten anschaut. Jetzt geht’s erstmal nach Caen. Viel Erfolg!

Hier gibt’s das Video zum Interview – bis die Spreichekarte voll war…

Hier auch mal die Stimmen der anderen:

http://www.rfimusique.com/musiqueen/articles/113/article_8218.asp

http://www.78s.ch/2009/06/08/song-des-tages-sebastien-schuller-the-border/

http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/ARTE-Kultur/261666,CmC=2693922,CmPart=com.arte-tv.www.html

Von Christin Hartung

Yuksek live in der Maria am Ostbahnhof

Der geniale Abend in der Maria am Ostbahnhof begann zwar offiziell schon um 22.00 Uhr, bis die ersten im Programm angekündigten DJs des Abends allerdings an die Plattenteller kamen, verstrichen noch knapp eineinhalb Stunden. Dann fand das diesjährige Francophonic Festival Berlin mit Make The Girl Dance, Yuksek und Anderen einen gelungenen Abschluss in einem angesagten Berliner Club.

Doch schon bevor Make The Girl Dance, ein gefragtes Pariser Elektrorock-Duo, an der Reihe waren, füllte sich langsam, aber sicher, der Club und nach den ersten Cocktails fanden auch immer mehr Menschen den Weg auf den Dancefloor. Gut aufgewärmt von den vorherigen DJs kam Yuksek gegen 1.30 Uhr zum Einsatz, der wohl als der bekannteste DJ an diesem Abend bezeichnet werden konnte.

Yuksek in der Maria am OstbahnhofNachdem die Plattenteller auf der Bühne durch Synthesizer, Keyboard und Mikrofon ergänzt wurden, konnte es losgehen für Pierre-Alexandre Busson (Yukseks bürgerlicher Name).Wie auf dem Album überzeugte der Franzose auch live durch einen satten Elektroklang und eine sehr gute Performance. Anders als die DJs vor ihm war er neben dem Sound auch für den Gesang zuständig, was bei der elektroreichen Performance und seinen schnellen Fingern auf den Geräten durchaus als Kunststück bezeichnet werden könnte. Wie im Flug hatte sich in der Zwischenzeit auch der Dancefloor gefüllt, begrüßt wurde Yuksek laut und euphorisch, was ihm wohl den letzten Kick vor Beginn seiner Show gegeben haben dürfte. Und das obwohl er hierzulande im Gegensatz zu einigen französischen Sendern eher seltener im Radio läuft.

Was dann folgte, enttäuschte in keinem Fall. Auch Yukseks großer Hit „Tonight“, den er schon vor sehr großen Menschenmengen auf zahlreichen Festivals performt hat, klang live ebenso gut wie auf dem Album. Natürlich sang er auch hier selbst.

Am Ende hätte man sich gewünscht, dass Yuksek noch etwas länger präsent gewesen wäre. Betrachtet man allerdings die Reaktionen des Publikums, sollte es sich für ihn allerdings einrichten lassen, in nächster Zeit nochmal in Deutschland vorbeizuschauen, um wie an diesem Abend auch andere Clubs des Landes zu rocken. Freuen würde es die Berliner Fans in jedem Fall.

VON YANNIC GLOWITZ

Benjamin Diamond im Lido!

Am Donnerstag war es dann endlich soweit! Housse de Racket, Stuck in the Sound und Benjamin Diamond kamen ins Lido nach Berlin! Um 21 Uhr öffneten sich die Türen des Kreuzberger Clubs , 23 Uhr ging es schließlich los mit Housse de Racket. Dann kamen Stuck in the Sound auf die Bühne und schließlich Benjamin Diamond mit einem DJ-Set.

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Schon beim Ankommen fühlte ich mich wie eine Deutsche in Frankreich.

Es waren wirklich fast ausschließlich französische Muttersprachler dort. Kein Deutscher wollte uns vor die Kamera kommen. Hm. Aber das ist doch ein französisches Festival in Berlin, Leute! Wo sind bitte die Berliner, die Bock auf Musik aus Frankreich haben? Schon beim ersten Artikel zu Benjamin Diamond sind wir durch Berlin gerannt und trafen dort niemanden an, der die Bands des Abends kannte. Außer einen, aber der ist selbst Musiker!  He, wir werden doch von allen immer  toll gefunden, weil wir angeblich so weltoffen sind. Dann kommen die Nachbarn schon mal und wir bleiben schön zuhause, oder wie?

Naja, wir haben uns dann entschieden unsere Videos mit deutschen Untertiteln zu versehen und hoffen, dass es beim nächsten Mal mehr Berliner bei den Konzerten zwischen den Exilparisern geben wird!

Aber dafür mal echt Hut ab für die Franzosen, die aus allen Ecken als Unterstützer am Start waren!

Sogar die Jungs von Housse de Racket:

Les françaises!Denn einfach hatte es Benjamin Diamond nicht…Viele der Gäste haben erst gar nicht begriffen, dass er schon loslegte und zSie waren nicht viel, aber gut unterwegsogen im Raucherraum noch genüsslich an ihren Pausenzigaretten.  Andere waren nach Housse de Racket und Stuck in the Sound schon nach Hause gegangen. So standen wir zunächst  fast allein auf der Tanzfläche. Die Angst, dass die Leute vielleicht nicht bleiben würden, hatte Benjamin uns schon im Interview verraten. Dass die beiden Bands vor ihm live spielten und er aber für ein DJ-Set gebucht war, hielt er für schwierig.On danse... Aber irgendjemand hatte den Leuten dann mitgeteilt, es müsse getanzt werden. Und das hat irgendwie funktioniert. Das Lido  füllte sich langsam aber stetig und die Franzosen und die wenigen Deutschen tanzten!

Denn die Musik hat echt Spaß gemacht!

Das sagt auch Aniko, eines der Mädels hinter der Bar des Lido: „Benjamin AnikoDiamond – ja schade, dass er erstens nicht live gespielt hat, wie ich dachte und zweitens, dass er erst nach den beiden Bands aufgelegt hat, als alle Gäste schon im Begriff waren zu gehen. Die Musik war aber sehr tanzbar und mitreißend. Aber es war ja zu dem Zeitpunkt auch schon spät. Vielleicht hätte man das anders organisieren können. Ihn vielleicht zwischen den beiden Bands auflegen lassen.“ Ihr persönlicher Favorit des Abends waren übrigens die Jungs von Housse de Racket, von denen sie sich aufgrund der Beschreibung im Vorfeld schon die Platte besorgt hatte.

Benjamin Diamond im Interview

Wir haben für euch mit dem Künstler gesprochen!

Del: Warum bist du heute Abend in Berlin?

Benjamin: Na, weil ich für das Festival auftrete. Ok. Nein, im Ernst. Es ist cool, ich war schon mal hier, so vor ungefähr zwei Jahren für die Popkomm. Wir haben ein Festival mit meinem Label gemacht. Und ich kannte die Leute des Festivals, die mir vorgeschlagen haben hier zu spielen.

Del: Hast du schon mal mit den Künstlern gespielt, die heute Abend auftreten? Kennst du sie?

Benjamin: Ja, Housse de Racket haben in meiner Band gespielt. Naja, jetzt haben sie ihre eigene Band. Victor hat Schlagzeug mit mir gespielt und Pierre Gitarre. Das war meine Band für Liveauftritte.

Aber heute Abend mache ich lediglich ein DJ-Set und keinen Liveauftritt.

Del: Und warum?

Benjamin: Äh…  Anscheinend war ein Liveauftritt zu teuer. (lacht)

Del: Hast du schon mal in Berlin gespielt?

Benjamin: Ja, ich habe schon hier gespielt und habe auch mal hier gewohnt.

Del: Du kennst  Berlin also gut?

Benjamin: Ja, Berlin kenn ich gut find ich total toll!

Del: Und glaubst du, heute Abend wird es was anderes sein, einfach, weil es ein französisches Festival ist?

Benjamin: Immer, wenn  ich hier gespielt habe, war es jedesmal ein komplett  anderes Ding Als DJ habe ich bei Partys für große deutsche Labels aufgelegt. Also, das war dann schon anders. Zum Beispiel für das Label Perlon. Das ist einfach schon deswegen anders, weil du ein ganz anderes Publikum hast. Eine Party unter dem Motto „französisch“ zu organisieren, halte ich schon für etwas schwierig. Außer für diejenigen, die französische Musik mögen. Aber das heute Abend gibt einen Einblick in das, was gerade in Frankreich aktuell ist. Das ist nicht schlecht für Stuck in the Sound, die auch gerade auf Tour sind. Sie waren ganz schön sauer, weil sie nur ganz klein auf den Plakaten standen.

Del: Ah, ja?

Wie erklärst du dir, dass jeder deinen Namen kennt?

Benjamin: Ah, das weißt du doch…

Ich habe mein zweites Album bei dem deutschen Label  K7 gemacht

Del: Du hast aber selbst auch ein Label…

Benjamin: Ich habe einen Vertag mit K7 unterzeichnet und bin dann viel durch Deutschland getourt, nicht nur in Berlin. Ich habe ein bisschen überall gespielt.

Del: Man könnte sagen, heute Abend ist dann für dich ein bisschen wie zuhause spielen?

Benjamin: Nein, das nicht, aber ich bin nicht zum ersten Mal hier und kenne daher einige Sachen und habe quasi Anknüpfungspunkte.

Del: Und für deinen Auftritt heute? Bist du motiviert?

Benjamin: Ja, das ist schon cool. Ich hoffe vor allem, die Leute bleiben auch. Im Allgemeinen, ist es so, wenn es ein Konzert  gibt, bleiben die Leute eher nicht, um eine Clubatmosphäre zu haben. Der Gig geht bis 2 Uhr. Ich hoffe dennoch, dass  die Leute etwas bleiben werden. Im Allgemeinen kommen die Leute für das Konzert und hauen danach ab.

Del: Ja, aber du hast dennoch Fans heute Abend hier!

Benjamin: Ah, ja wirklich? Cool! Ich hoffe, die Leuten tanzen ein bisschen.

Del: Ja, dafür musst du gute Arbeit machen! Hast du deinen Fans irgendwas zu sagen?

Benjamin: Eh, bien je leur fais une bise!

Christin: Ich habe mit Sebastian Demmin von Micatone über dich geredet und er kannte sofort deinen Namen durch Stardust. Nervt dich das nicht manchmal?

Benjamin: Nein, das nervt mich keinesfalls. Aber es stimmt schon, das alles ist jetzt schon fast 10 Jahre her. Aber umso besser, wenn die Leute sich nur daran erinnern. Für mich ist das überhaupt kein Problem. Aber heute mache ich andere Sachen.

Christin: Wie würdest du deinen persönlichen Werdegang seit Stardust beschreiben?

Benjamin: Seit 10 Jahren habe ich nun mein eigenes Label, habe viele Leute kennen gelernt, habe viele  interessante Sachen erlebt, auch Enttäuschungen, ja, aber so ist das Leben.  Aber es stimmt schon, dass der Erfolg damals schon ziemlich atemberaubend war. Und das wiederum hat es mir ermöglicht, gewisse Dinge nach vorn zu bringen. Für mich war es der Anfang meiner musikalischen Kariere, besser gesagt, meiner professionellen Karriere. Auf der ganzen Welt gab es auf einmal Leute, die mich kannten. Das hat es mir erlaubt, vieles zu machen. Es gab mir vor allem viel Freiheit.

Del: Du hast eine echte künstlerische Laufbahn hingelegt!

Benjamin: Ja, das war wichtig für mich. Der Erfolg durch Stardust hat es mir erlaubt, das zu machen, was ich machen wollte. Natürlich habe ich auch viel Mist gemacht. Aber ich bereue nichts davon!  Manchmal hatte ich schon Gewissensbisse, aber wirklich bereut habe ich nichts.

Del: Was deinen künstlerischen Stil angeht, gehörst du zu den tiefgründigen.

Benjamin: Ich bin eigentlich Sänger. Und wenn ich meine Songs mache, packe ich da auch Vieles rein. Das ist dann schon tiefgründig.

Ich habe drei Alben selbst produziert. Und jetzt arbeite ich gerade an einem etwas anderen  Projekt. Ich habe gerade eine neue Band aufgezogen und werde also nicht alles selbst machen.

Del: Kannst du uns was davon erzählen?

Benjamin: Ja, ja. Im nächsten Jahr werde ich ein neues Album heraus bringen. Ich bin gerade noch dabei.

Del: Unter deinem Namen?

Benjamin: Nein, nicht unter meinem Namen. Es wird Manchild heißen. Wird sind im Moment noch am Komponieren. Ich habe einige Stücke geschrieben. Aber  nicht alles stammt von mir. Ich werde mich vor allem auf den Gesang konzentrieren. Wir teilen uns die Arbeit. Es sind nicht mehr meine Musiker, es ist eine richtige Band.

Del: Das wird also etwas Neues für dich sein?

Benjamin: Ja, das ist cool. Ich habe die Erfahrung  gemacht, allein zu arbeiten, zu versuchen ein Album zum Laufen zu kriegen. Und jetzt mache ich was anderes, das ist was ganz Anderes.

Del: Ich habe mir dein letztes Album angehört und fand, dass es echt sich echt nach Arbeit angehört hat.

Benjamin: Ja, ich habe echt Lust andere Sache zu machen und vor allem habe ich Lust mich Leuten zu arbeiten. An einem bestimmten Moment, wenn du ganz allein arbeitest, kommt dir ein Bild hoch und es ist, wie wenn du dich selbst im Spiegel anschaust. Auf einmal siehst du deine ganzen Schwächen. Und es ist wichtig mit anderen zu arbeiten, die dich zu dem zurück schicken, was du suchst. Das ist echt was Anderes, ganz andere Ideen, und ich brauche das. Letztendlich glaube ich, dass ich nicht dafür gemacht bin, alles immer allein zu machen. Auf andere zählen zu können ist eben auch wichtig. Das heißt nicht, dass ich allein keinen Bock habe, aber es ist eben auch eine gute Sache anderen zu vertrauen.

Del: Und kannst du das ohne Probleme?

Benjamin: Ja, das ist super. Alles geht total schnell und das ist gut so.

Del: Ein Glückskind also?

Benjamin: Nein, aber ja, klar!  Manchmal verbringe ich ziemlich viel Zeit über der Musik und am Bearbeiten der Stücke und so weiter. Zum Beispiel haben wir in diesem Sommer acht Stücke geschrieben. Das ging voll schnell. Davon werfen wir vielleicht sieben wieder weg und behalten nur ein einziges. Das ist eben Kreativität! Ja, es geht gut nach vorn.

Del: Ok, super! Vielen Dank!

Hier gibt’s das Interview nochmal als Video!

Von Christin Hartung

Warum bist du heute Abend in Berlin?

Na, weil ich für das Festival auftrete. Ok. Nein, im Ernst. Es ist cool, ich war schon mal hier, so vor ungefähr zwei Jahren für die Popkomm. Wir haben ein Festival mit meinem Label gemacht. Und ich kannte die Leute des Festivals, die mir vorgeschlagen haben hier zu spielen.

Hast du schon mal mit den Künstlern gespielt, die heute Abend auftreten? Kennst du sie?

Ja, Housse de Racket haben in meiner Band gespielt. Naja, jetzt haben sie ihre eigene Band. Victor hat Schlagzeug mit mir gespielt und Pierre Gitarre. Das war meine Band für Liveauftritte.

Aber heute Abend mache ich lediglich ein DJ-Set und keinen Liveauftritt.

Und warum?

Äh…  Anscheinend war ein Liveauftritt zu teuer.

Hast du schon mal in Berlin gespielt?

Ja, ich habe schon hier gespielt und habe auch mal hier gewohnt.

Du kennst  Berlin also gut?

Ja, Berlin kenn ich gut find ich total toll!

Und glaubst du, heute Abend wird es was anderes sein, einfach, weil es ein französisches Festival ist?

Immer, wenn  ich hier gespielt habe, war es jedesmal ein komplett  anderes Ding Als DJ habe ich bei Partys für große deutsche Labels aufgelegt. Also, das war dann schon anders. Zum Beispiel für das Label Perlon. Das ist einfach schon deswegen anders, weil du ein ganz anderes Publikum hast. Eine Party unter dem Motto „französisch“ zu organisieren, halte ich schon für etwas schwierig. Außer für diejenigen, die französische Musik mögen. Aber das heute Abend gibt einen Einblick in das, was gerade in Frankreich aktuell ist. Das ist nicht schlecht für Stuck in the Sound, die auch gerade auf Tour sind. Sie waren ganz schön sauer, weil sie nur ganz klein auf den Plakaten standen.

Ah, ja?

Wie erklärst du dir, dass jeder deinen Namen kennt?

Ah, das weißt du doch…

Ich habe mein zweites Album bei dem deutschen Label  K7 gemacht

Du hast aber selbst auch ein Label?

Ich habe einen Vertag mit K7 unterzeichnet und bin dann viel durch Deutschland getourt, nicht nur in Berlin. Ich habe ein bisschen überall gespielt.

Man könnte sagen, heute Abend ist dann für dich ein bisschen wie zuhause spielen? Nein, das nicht, aber ich bin nicht zum ersten Mal hier und kenne daher einige Sachen und habe quasi Anknüpfungspunkte.

Und für deinen Auftritt? Bist du motiviert?

Ja, das ist schon cool. Ich hoffe vor allem, die Leute bleiben auch. Im Allgemeinen, ist es so, wenn es ein Konzert  gibt, bleiben die Leute eher nicht, um eine Clubatmosphäre zu haben. Der Gig geht bis 2 Uhr. Ich hoffe dennoch, dass  die Leute etwas bleiben werden. Im Allgemeinen kommen die Leute für das Konzert und hauen danach ab.

Ja, aber du hast dennoch Fans heute Abend hier!

Ah; ja wirklich? Cool! Ich hoffe, die Leuten tanzen ein bisschen.

Ja, dafür musst du gute Arbeit machen! Hast du deinen Fans irgendwas zu sagen?

Eh, bien je leur fais une bise!

Ich habe mit Sebastian Demmin von Micatone über dich geredet und er kannte sofort deinen Namen durch Stardust. Nervt dich das nicht manchmal?

Nein, das nervt mich keinesfalls. Aber es stimmt schon, das alles ist jetzt schon fast 10 Jahre her. Aber umso besser, wenn die Leute sich nur daran erinnern. Für mich ist das überhaupt kein Problem. Aber heute mache ich andere Sachen.

Wie würdest du deinen persönlichen Werdegang seit Stardust beschreiben?

Seit 10 Jahren habe ich nun mein eigenes Label, habe viele Leute kennen gelernt, habe viele  interessante Sachen erlebt, auch Enttäuschungen, ja, aber so ist das Leben.  Aber es stimmt schon, dass der Erfolg damals schon ziemlich atemberaubend war. Und das wiederum hat es mir ermöglicht, gewisse Dinge nach vorn zu bringen. Für mich war es der Anfang meiner musikalischen Kariere, besser gesagt, meiner professionellen Karriere. Auf der ganzen Welt gab es auf einmal Leute, die mich kannten. Das hat es mir erlaubt, vieles zu machen. Es gab mir vor allem viel Freiheit.

Du hast eine echte künstlerische Laufbahn hingelegt!

Ja, das war wichtig für mich. Der Erfolg durch Stardust hat es mir erlaubt, das zu machen, was ich machen wollte. Natürlich habe ich auch viel Mist gemacht. Aber ich bereue nichts davon!  Manchmal hatte ich schon Gewissensbisse, aber wirklich bereut habe ich nichts.

Was deinen künstlerischen Stil angeht, gehörst du zu den tiefgründigen.

Ich bin eigentlich Sänger. Und wenn iin meine Songs mache, packe ich da auch Vieles rein. Das ist dann schon tiefgründig.

Ich habe drei Alben selbst produziert. Und jetzt arbeite ich gerade an einem etwas anderen  Projekt. Ich habe gerade eine neue Band aufgezogen und werde also nicht alles selbst machen.

Kannst du uns was davon erzählen?

Ja, ja. Im nächsten Jahr werde ich ein neues Album heraus bringen. Ich bin gerade noch dabei.

Unter deinem Namen?

Nein, nicht unter meinem Namen. Es wird Manchild heißen. Wird sind im Moment noch am Komponieren. Ich habe einige Stücke geschrieben. Aber  nicht alles stammt von mir. Ich werde mich vor allem auf den Gesang konzentrieren. Wir teilen uns die Arbeit. Es sind nicht mehr meine Musiker, es ist eine richtige Band.

Das wird also etwas Neues für dich sein?

Ja, das ist cool. Ich habe die Erfahrung  gemacht, allein zu arbeiten, zu versuchen ein Album zum Laufen zu kriegen. Und jetzt mache ich was anderes, das ist was ganz Anderes.

Ich habe mir dein letztes Album angehört und fand, dass es echt sich echt nach Arbeit angehört hat.

Ja, ich habe echt Lust andere Sache zu machen und vor allem habe ich Lust mich Leuten zu arbeiten. An einem bestimmten Moment, wenn du ganz allein arbeitest, kommt dir ein Bild hoch und es ist, wie wenn du dich selbst im Spiegel anschaust. Auf einmal siehst du deine ganzen Schwächen. Und es ist wichtig mit anderen zu arbeiten, die dich zu dem zurück schicken, was du suchst. Das ist echt was Anderes, ganz andere Ideen, und ich brauche das. Letztendlich glaube ich, dass ich nicht dafür gemacht bin, alles immer allein zu machen. Auf andere zählen zu können ist eben auch wichtig. Das heißt nicht, dass ich allein keinen Bock habe, aber es ist eben auch eine gute Sache anderen zu vertrauen.

Und kannst du das ohne Probleme?

Ja, das ist super. Alles geht total schnell und das ist gut so.

Ein Glückskind also?

Nein, aber ja, klar!  Manchmal verbringe ich ziemlich viel Zeit über der Musik und am Bearbeiten der Stücke und so weiter. Zum Beispiel haben wir in diesem Sommer acht Stücke geschrieben. Das ging voll schnell. Davon werfen wir vielleicht sieben wieder weg und behalten nur ein einziges. Das ist eben Kreativität! Ja, es geht gut nach vorn.

Ok, super! Vielen Dank!

Un agréable French Kiss – Zaza Fournier à l’Admiralspalast Berlin

Une table, parée d’une nappe rouge à poids blancs. Un bouquet de fleurs, une carafe, un verre d’eau. Le décor est installé, la demoiselle à l’accordéon peut, en confiance, commencer et nous dit « Bonsoir » avec sa chanson « Baiser d’Un Soir » .

Salutations faites, elle nous « Danke Schön » d’être là, c’est le seul vocabulaire qu’il lui reste après huit ans d’allemand. Et « Bitte » aussi. Ensuite, elle nous présente avec humour son groupe, qui « au moins ne se plaint jamais » ; son i-pod rose fuchsia assortit à sa grosse fleur dans les cheveux. Puis elle chante « Comptine Pour Une Désespérée » d’une voix profonde et frémissante et la termine par un « pouac ». Par cette attitude, elle nous rappelle qui elle est : une jeune fille au fort caractère et aux paroles pleines de sens, toujours teintées d’ironie. Après un « Tchin ou Prost aux têtes de noeuds », Mademoiselle est chantée avec entrain.

Zaza Fournier à l'Admiralspalast Berlin, 13.10.2009

Sa façon de présenter ses chansons, avec beaucoup de mimiques, nous remémore qu’elle voulait être comédienne. Et cela donne aussi de la vitalité au concert, notre attention est sans cesse retenue par ces minies-pièces entre deux chansons.

Au milieu du concert, Zaza Fournier nous offre un petit moment de folie avec sa chanson rock and roll, très surprenante mais bien accueillie ! Mais elle nous dit aussi qu’elle veut nous connaître un peu plus, et nous demande, toutes les 8036 personnes que nous sommes, de nous rapprocher pour nous prendre en photo et nous montrer à ses parents. Zaza fait rire, on a le sourire aux lèvres pendant tout le spectacle.

La fin approche, elle nous demande de se lever et de danser avec elle. Le public ne s’exécute pas. Mais il est pardonné, elle est si captivante qu’on préfère la regarder, elle sait si bien le faire !

Une dernière chanson, puis le concert est terminé. Mademoiselle Zaza est longtemps applaudie, elle semble avoir conquis le public. En espérant que cet article soit pour vous «  un joli cadeau du matin », merci pour cet agréable French Kiss Concert !

PAR THECLA R.

Oshen (13. Oktober, Admiralpalast)

Vous vous souvenez de cette chanson entêtante ? :

« Je rêve d’un french kiss enfin / Juste un french kiss sans fin… »

Non ? Sicher ? Tant pis, mon intro tombe à l’eau, mais je vous la fais quand même : ce soir, le Francophonic accueille la première de la tournée French Kiss !

Oshen, Zaza Fournier et Claire Denamur se succèderont sur scène, et l’Admiralpalast arbore fièrement l’affiche de nos ambassadrices.

French Kiss Admiral

Dans la salle 101, Oshen ouvre le bal – en anglais of course. Elle enchaîne avec décontraction chansons intimistes et d’autres plus théâtrales. Soulignons sa belle maîtrise de l’allemand lors de l’introduction de ses titres, notamment pour « Jim » et « Enjoy the silence », pour lequel elle nous gratifiera d’un « Wenn ich fünfzehn Jahre alt wäre, würde ich blablabla » pas piqué des hannetons !

Le temps passe vite et quelques titres se détachent :

-       Une reprise adolescente de « Enjoy the silence », de Depeche Mode (mais si, vous savez, « words are very unnecessary… ») ;

-       Un titre très européen : « Oh Butterfly ! », ôde aux rencontres dans l’Eurostar et aux papillons dans la poitrine ;

-       « Le mariage de mon meilleur ami » (titre non contractuel), sans Julia Roberts mais avec l’émotion de celle qui assiste aux noces de celui qui ne sera jamais son mari…

Voilà, les 42 minutes allouées sont écoulées et Oshen quitte la scène. Me reste en tête une image floue, celle d’une artiste dont on a envie d’en savoir plus… Vivement la suite !

Oshen Live

SG

Stuck in the Sound am 08.10.2009 im Lido

An einem Donnerstagabend bei mildem Herbstwetter war ich vom Team des Francophonic-Festivals in das Kreuzberger Lido eingeladen worden, um mir die französische Band Stuck in the Sound anzuschauen. Offizieller Einlass laut Programmheft war 21:00 Uhr.

Pünktlich um 21:00 Uhr öffneten die Türen des Lido und ein relativ verhaltener Ansturm begann. Ein Großteil der bis dato anwesenden Gäste stand auf der Presse- und Gästeliste. Ich war gespannt was mich an diesem Abend alles erwarten würde.

Das Lido bot im Konzertsaal ausrechend Platz für knapp 600 Gäste. Meiner ersten Zählung zufolge waren es 21:30 ca. 80, eine eher magere Ausbeute um diese Uhrzeit.

An diesem Abend spielten 3 Acts – Housse de Racket, Stuck in the Sound und Benjamin Diamond. Um 22:20 spielte dann endlich die erste Band. Da ein anderes Blogger-Team vom Auftritt der Band Housse de Racket berichtet, gehe ich an dieser Stelle nicht weiter drauf ein.

Stuck in the Sound

Stuck in the Sound

Stuck in the Sound

Um 23:15 standen die 4 Jungs von Stuck in the Sound auf der Bühne. Die Band bestand aus einem Gitarristen, einem Gitarre spielenden Sänger, einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Das gesamte Set war sehr gemischt gestaltet und bot für jeden der inzwischen 250 Zuhörer etwas. Immer wieder kommunizierte der Sänger mit dem Publikum, was auch prompten Anklang fand. Bewaffnet mit einer halbakustischen Gitarre und einer Kapuzenjacke, deren Kapuze tief ins Gesicht gezogen war, überzeugte er mit einer beeindruckenden Stimme, die auch sehr angenehm variabel eingesetzt wurde. Schnell kam der Vergleich mit Muse oder Radiohead auf, da die Kopfstimme des Sängers ab und an denen der Sänger beider Bands ähnelte.

Bassist und Gitarrist bewegten sich mitreißend und rhythmisch zur Musik, was dem Publikum gefiel und es Song für Song immer mehr mitwippen ließ. Die Drums trieben in verschiedenen Off-Beat-Variationen die Band an. Hin und wieder hatte ich jedoch das Gefühl, dass das Schlagzeug nicht ganz tight war. Der Stimmung auf und vor der Bühne tat das keinen Abbruch. Ab und an unerstützte der Bassist mit einigen Shouts den kopfstimmelastigen Gesang und auch der Schlagzeuger sang ab und an die Zweitstimme.

Stuck in the Sound

Stuck in the Sound

Die Kommunikation der Band wirkte angenehm locker – die Band sprach miteinander und hatte sichtlich Spaß. Kleine Showelemente, wie beispielsweise ein „Einfrieren“ in der Bewegung, komplettierten das Bühnenbild. Aufgrund der Spielweise und der Dynamik im Set waren Stuck in the Sound für mich die besten Band des Abends.

Insgesamt kamen Stuck in the Sound live sehr nah ans Album heran, sodass die Besucher, die im Vorfeld nur das Album der Band gehört hatten, keine Probleme gehabt haben sollten die einzelnen Songs wieder zuerkennen.

Wertung: 4/5
Web: http://www.myspace.com/stuckinthesound

geschrieben von: das hainkind

Interviews devant le Lido

Solène, Emilie, Fleur - étudiantes Erasmus

Pourquoi êtes-vous là ce soir?
Emilie : Pour Stuck In The Sound, je les avais vus aux Eurockéennes, c’était très bien !
Solène et Fleur : Par curiosité et parce qu’on avait entendu parlé du Francophonic Festival sur Facebook.

Qu’est-ce que vous aimeriez demander aux groupes ?
Solène : Qu’est-ce que cela vous fait de jouer à Berlin ?
Emilie à l’intention du chanteur à capuche de Stuck In The Sound: Tu veux boire un café ?

Tobias, politologue

Tobias, politologue

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Pourquoi es-tu là ce soir ?
J’ai déjà vu Benjamin Diamond en concert en France lorsque j’étudiais à Cergy – j’avais bien aimé. Je connais aussi Stuck In The Sound.

Quel artiste représente pour toi le mieux la France ?
MC Solaar

Qu’est-ce que tu aimerais demander aux groupes ?
Alors ? Quelle est la ville la mieux ? Paris ou Berlin ?

Interview réalisée par ETIENNE

Das war Housse de Racket (08.10.2009, 21h, Lido Berlin)

Housse de Racket im Lido Berlin 08.10.2009Viel zu bieten hatte der gestrige Abend im Lido Berlin in Kreuzberg. Zumindest für alle die, die sich nach der Arbeit und kurz vor dem Wochenende gern von französischen Elektro-, Rock- und Indiesounds in die freien Tage schicken lassen wollten. Auf dem Programm standen neben Benjamin Diamond und Stuck In The Sound auch Housse de Racket, die vor einiger Zeit ihr neues Album „Forty Love“ vorgestellt haben.

Nach knapp 90 Minuten Wartezeit im Lido, das sich langsam, aber sicher, immer mehr füllte, ging es gegen 22.30 Uhr endlich los und die beiden Bandmitglieder von Housse de Racket machten sich auf den Weg auf die Bühne. Zu Beginn noch etwas unsicher, in welcher Sprache es sich am besten mit dem Publikum kommunizieren ließe, begann es in den ersten Minuten mit einem rockig-elektrischen Intro. Endlich kam etwas Bewegung ins Publikum und nach den ersten Stücken fanden dann auch immer mehr Leute den Weg in Richtung Band und Bühne.

In der nächsten knappen Stunde folgte dann eine rockige, elektronisch-angehauchte Darbietung der Beiden. Viele der anwesenden Leute aus dem Publikum gaben zwar vor Konzertbeginn an, Housse de Racket nicht gekannt zu haben, beim wohl bekanntesten Song der beiden, „Oh Yeah“, ergab sich allerdings ein anderes Bild – viele unterstützten die Beiden, sangen mit und tanzten mit. Insgesamt hätte man sich noch etwas mehr Leute auf der Tanzfläche gewünscht, gute Akustik und eine sehr coole Location konnten das allerdings wiedergutmachen. Nicht zu vergessen ist natürlich die überzeugende Arbeit der beiden Bandmitglieder – Victor le Masne und Pierre Leroux.

Housse de Racket im Lido BerlinDie hier im Blog angesprochenen Einflüsse von Daft Punk und Phoenix wurden während des Abends gut deutlich, das Housse-de-Racket-Bild mit weißen Poloshirts in Tennismanier absolut bestätigt. Insgesamt erschien der Auftritt etwas zu kurz, aber schließlich standen mit Benjamin Diamond und Stuck In The Sound ja noch zwei andere Acts auf dem Abend-/Nachtprogramm. Und kurz vor Schluss, als Pierre und Victor endlich komplett auf Französisch mit dem Publikum ins Gespräch kamen, machte dann auch das Francophonic Festival seinem Namen alle Ehre – der Großteil der Fans kam erst dann richtig in Schwung, als es die beiden komplett in ihrer Muttersprache versuchten.

Eingefangene Meinungen von Besuchern des Francophonic Festivals vor dem Lido finden sich hier.

VON YANNIC GLOWITZ

Rachid rocked el casba

Jeudi 1er octobre , je pointe un peu en retard au rendez-vous fixé à Lisa devant le Kesselhaus. Elle, toujours classe, le sourire aux lèvres et la vanne sur le bout de la langue. Nicolas, Bertrand et une bonne partie de l’équipe des francophonics est présente. On se suspend à nos badges presse comme si notre vie en dépendait. On y est, enfin ! Après deux longues semaines d’attente. L’ambiance est déjà chaude dans la salle, le Nomad Sound System fait monter la température. La salle est bien remplie, les gens ont le sourire, la chose s’annonce bien. J’attrape Lisa par le bras, juste à temps pour suivre Bertrand fendre la foule direction backstage. La porte s’ouvre et sans y être vraiment préparés nous voici nez à nez avec Rachid Taha et ses musiciens. Greg, le batteur, nous serre la main chaleureusement. On se fait tout petits dans un coin, Lisa n’en mène pas large, j’essaye de ne pas lu montrer que je suis moi aussi un peu impressionné d’être assis à moins de deux mètres de Rachid. Sur la table de quoi grignoter, une bouteille de Russian Standart, un seau à Champagne, des cigarettes. Tout à coup le guitariste se met à gratter « No woman no cry », le clavier et Rachid reprennent le refrain à l’unisson. J’en ai la chair de poule. Les choses se précipitent, Vivi, l’homme à tout faire indispensable du groupe leur donne le signal et c’est parti, moins de 5 secondes plus tard ils sont sur scéne, le spectacle peut commencer. Classiques et nouveaux morceaux se succédent à un rythme éffréné. Le show est en place, les musiciens énormes. Rachid de bonne humeur, fait monter une quinzaine de personnes sur scène, et « Rock el casba » en cerise sur le gâteau.

Le public reprend en cœur. Puis les lumières se rallumèrent. La salle se vida. Pour ne laisser plus aucune trace de ce qui nous avait transporté 2 heures durant, que quelques bouteilles de bière vides abandonnées sur le bar. Mirage splendide d’une nuit d’automne berlinoise. Lisa m’attend devant le vestiaire. Elle a l’air heureuse.

BG

Ende der Jagd – Rachid Taha im Kesselhaus

Nach einer aufregenden kreuzbergischen Suche nach Rachid Taha, ist nun das Ziel endgültig erreicht. Gestern im Kesselhaus der Kulturbrauerei war der rockigen multikulti-Sänger im Fleisch und Blut auf der Bühne zu erleben. In der Kulturbrauerei in Prenzlauerberg kann man sonst mit einem bedeutenden französischen Publikum rechnen, gestern besonders. Aber nicht nur. Genauso wie bei der Musik, war im Publikum das Beste aus dem Orient und dem Okzident anwesend, von überall gekommen, um der Grand Monsieur des Raïs zu zelebrieren.

Muxmäuschenstill Backstage

Am interessantesten ist immer: was man nicht sieht. Wie bereitet sich ein Künstler auf seinen Auftritt vor? Wie sieht es Backstage aus? Lisa Crinon und Benjamin Guéret dürften sich muxmäuschenstill in den Kulissen des Konzerts durch schlüpfen, um Rachid Taha und seinen Musikern kurz vor dem Liveact zu beobachten.

Und wie war die Stimmung so?

Nachdem der berliner Band Nomad Sound System den Raum beeindruckend in feierlicher und tänzerischer Stimmung zersetzen – anders ist es man eigentlich bei den nicht gewöhnt – betritt ein zwar geschwächt aber weiterhin charismatischer Rachid Taha die Bühne. Spätestens bei „Camarade“ schwingt den ganzen Raum.

Überhaupt dürften die großen Hits nicht fehlen: „Rock el casba“, seine berühmte Reprise von The Clash und natürlich „Ya Rayah“. Auch der neue Album „Bonjour“ scheint gute Resonanz gestern im Kesselhaus erzielt zu haben. Allesamt prägten besonders die rockigen und elektronischen Klänge der Abend, sogar mehr als Tahas orientalischer Marke. Man könnte sagen: Rachid Taha passt sich den berliner Geschmack an.

Hier ein Zigarettchen, da ein bisschen Wasser auf dem Publikum gespritzt, es dauert aber nun gelingt es Taha sich auf die Bühne wie zu Hause zu fühlen – wie man ihm sonst kennt. Der Höhepunkt des Konzerts kam erst mit der Zugabe, doch es lohnte sich, denn Taha gab sich wieder mal großzügig und und hieß sogar das Publikum auf die Bühne willkommen.

Die Meinungen dürfen divergieren, doch die Auftritte Rachid Tahas sind stets ein Erlebnis. Bei eins ist sich das Publikum – und die anwesende Presse – einig: Hut ab an die Musikern!

LISA CRINON

Vous avez le „Bonjour“ de Rachid Taha

Bonjour-Taha

Rachid Taha lädt wieder mal zu einem Mix der Kultur ein. Ein Strategie, die bereits in der Vergangenheit ihre Früchte getragen hat. 23 Jahre nach der Band „Carte de Séjour“, beweist Taha mit seinem neuen Album „Bonjour“ erneut seine grenzenlose Offenherzigkeit.

Mit Freund und Produzent Gaetan Roussel (Louise Attaque) singt er „Bonjour“ und heißt mit ungewöhnlichen naiven und spielerischen Tönen, alle willkommen. In diesem verlockenden Stück steht die leicht säuerliche Stimme von Roussel im perfekten Kontrast zur Rachid Tahas inhärentem Ernst. Versuchen Sie mal nicht dabei zu lächeln oder den Kopf im Rhythmus zu bewegen!

Doch ein eindeutiges Motiv lässt sich auf dem Album nicht erkennen, so vielseitig hört es sich an, deutlich aber, von Tahas positive Einstellung geprägt. Es beginnt schon mit dem Gruß „Sélu“, bei dem sich die Töne auf der Gitarre lang erstrecken, genauso wie Tahas dunstige Stimme. Der Rhythmus beschleunigt sich parallel zu unserer Lust, mit zu schwingen.

In „Je t’aime mon amour“, erreicht der gebürtige Algerier eine ausgeprägte Mischung aus allem was sich nur mischen lässt: Die arabische und französische Sprache wechseln sich in den Elektro-, Raï- und Rock- Klänge bei dieser hinreißenden Liebeserklärung ab. Die perfekte musikalische Verkörperung von verwirrten Gefühlen.

Ernst wird Taha wieder bei „Mabrouk aalik“, ein Lied über die jüdisch-arabischen Beziehungen. Hier weiß man nicht mehr, ob Lachen oder Weinen angebracht ist. Vor allem aber ist es eine Aufforderung zum Frieden. Mit „Agi“ (Komm) endet das Album auf eine melancholische Note. Die treuherzige Melodie erlaubt uns einen letzten Einblick in die sinnliche und bewegte Sphäre Rachid Tahas. Eine Ballade, eine Einladung, von der sich jede Frau wünschen würde, sie wäre an sie gerichtet.

Mit dem Album „Bonjour“ erlebt man eine Weltreise der Klänge, im Rahmen dessen das Gefühl, die ganze Welt in seine Arme nehmen zu wollen, sich nicht verdrängen lässt. Willkommen in Rachid Tahas Welt!

LISA CRINON

Sex sells oder Wie schön es sein kann, nackt zu sein

becomepostal: „Moi ce qui me choque c’est les armes et les milliers de meurtres que les enfants voient à la télévision dans des films de fiction, ainsi que les cadavres réels aux journaux télévisés, mais pas les personnes nues.“

Rico: „Holy crap! …. wie geil ist das denn bitte? da passt wirklich alles! Yeahhh das rockt! Love it!!”

AlexInToyland: “I love this song. But I think I just love it cause it’s french. Vive la France! :D Für den einen ist es moralisch nicht vertretbar, für andere hat es keine besondere oder innovative Message. Und die Mädchen sind sowieso viel zu dünn.“

Die Kommentare im Internet zum Musikvideo des Songs „Baby Baby Baby“ des französischen Elektro-Duos „Make the Girl Dance“ bezeugen das. Dass es provozieren soll ist offensichtlich. Für den Videodreh in der Pariser Fußgängerzone Montorgueil hatten Pierre Mathieu und DJ Greg Kozo nur eine Chance. Die Mädchen, die einem Aufruf der Band auf Facebook folgten, durften sich keine Fehler erlauben: keine Schnitte, kein zweiter Versuch. Die Blicke der Passanten sprechen Bände.

Doch „Make the Girl Dance“ sind weder die ersten noch die einzigen, die mit nackter Haut in ihren Videos für Aufmerksamkeit sorgen wollten. Wir erinnern uns wahrscheinlich alle an die US-Pop-Punker Blink 182, die 1999 im Video zu „What’s my Age again“ in einer amerikanischen Kleinstadt Aufsehen erregten. Und das nicht mit den Körpern anderer, sondern mit ihren eigenen. Man sah zwar sowieso nicht viel, dank verpixelter Körpermitte, aber allein die Vorstellung, was sich dahinter verberge, erhitzte die Gemüter.

Ein anderes, nicht ganz so bekanntes Video aus der Kategorie „Nackt sein ist lustig und provoziert“ stammt von The Brighton Port Authority (kurz: BPA) aus Großbritannien. In „Jam Toe“ veranstalten Jungen und Mädchen mit 70er-Jahre-Frisuren eine Nudisten-Party, die hinterher von ein paar findigen Effekt-Tricksern zu einer Parodie auf die Zensur verarbeitet wurde.

Zu guter Letzt bin ich noch auf ein naturistisches Kunstwerk der Isländer Sigur Rós gestoßen. Für „Gobbledigook“ vergnügt sich eine Horde Jugendlicher im Wald. Sie scheinen Eins zu sein mit der Natur, mit Wasser und Sand. Das Video lässt sich daher gar nicht mit den vorher genannten vergleichen.

Provokation ist hier fehl am Platz. Hatte man bei „Baby Baby Baby“ oder „What’s my Name again“ eher das Gefühl, dass Nacktheit und Sexualität immernoch ein Tabu darstellen, welches sich geradezu anbiedert, durchbrochen zu werden, ist „Gobbledigook“ vielmehr eine Hommage an den Körper, dessen Nacktheit kein Politikum sondern Natur ist. Ein Video, das zeigt, wie schön es sein kann, nackt zu sein – ohne von peinlich berührten oder voyeuristischen Blicken behelligt zu werden.

SARAH CURTH – Lotterliebe.de

Blink 182:

The BPA:

Sigur Rós:

Sébastien Schuller: Auf Fan-Suche

Und die Berliner? Kennen sie französische Musik? Sébastien Schuller? Ich muss sie fragen! Ich entscheide im Prenzlauer Berg zu bleiben und durch die Straßen zu ziehen. Viele Leute sind nicht draußen. Die, die draußen sind, sind etwas abgeschreckt von einem Namen, den sie nicht kennen. Ein Typ ohne Schuhe vor einem Immobilienbüro hört interessiert zu, doch ein zufälliger Blick auf die Uhr erinnert ihn plötzlich an einen äußerst wichtigen Termin. Ja, dann. Gut. Schließlich finde ich sie doch, die Leute, die Lust auf Unbekanntes haben!


Leider nur Ton:

Bei diesem Lächeln muss man einfach das Konzert sehen:

Also, Leute: Venez nombreux!

CHRISTIN HARTUNG

Benjamin Diamond – „Cruise Control“ (2008)

Benjamin Diamond heißt eigentlich Cohen mit Nachnamen, aber weil der Frauen liebstes Ding wohl der Diamant ist, nun eben Diamond…  So die Mär. Auf jeden Fall ist der gebürtige Pariser ein echtes Multitalent: Musiker, Labelchef, Arrangeur, mehrere Instrumente kann er spielen und die Liste bekannter Namen, die sich durch seinen Lebenslauf ziehen, ist einfach zu lang zum Zitieren.

Auch wenn viele hier in Deutschland ihn nicht von seinem Namen her kennen, dürfte euch der Stardust-Titel „Music Sounds Better With You“ sicherlich was sagen, dem er 1998 seine Stimme lieh.

In der Compilation „French Attack 2“ ist Benjamin Diamond neben Größen wie Alex Gopher oder Mondkopf zu hören und er selbst beschreibt seinen Stil mit Soul, Psychodelic und Club… Mit Cruise Control ist 2008 sein drittes eigenes Album entstanden, erschienen bei seinem eigenen Label diamondtraxx. Auf der Seite findet man Infos zur Biographie des Künstlers und kann sich die Platte auch gleich anhören.

Ansonsten findet man Benjamin Diamond auch bei MySpace. Richtig geil ist aber der Titel des Albums: Cruise Control. Hallo? Wie bitte soll ich auf der Straße Leute finden, denen ich Cruise Control vorspielen soll? Wir sind im Herbst, nicht am Meer! Nix mit Strand und Sonnenschein und so… Aber ich versuche es trotzdem und – wie erwartet – klappt es nicht. Daher ist nun Eigeninitiative gefragt, um euch das Album vorzustellen. „This Is It“, denke ich mir und verlege kurzerhand unser Wohnzimmer nach Südfrankreich. Eine kleine Spritztour im Cabrio mit Benjamin Diamond auf den Ohren, da kann die Bratwurst gleich in den Müll und wieder der Bikin raus! Ab an den Strand, Leute! Es reicht ein einfacher Umzugskarton, ein bisschen Phantasie und dann ist alles kein Problem mit der Cruise Control! Seht selbst!

VON CHRISTIN HARTUNG

Claire Denamur : « Le Prince charmant » est de retour !

En 2006, cette jeune artiste française fait parler d’elle pour la première fois avec son titre « Ah les hommes… ». C’est l’occasion pour le public français de découvrir cette guitariste aux accents ukraino-argentins.

claire_nb_2Après dix années passées à New York, Claire Denamur revient en France à l’âge de 15 ans et suivra des cours d’art à la Sorbonne avant de se consacrer à sa passion de toujours, la musique. Puisés certainement au détour de son exil aux États-Unis, on découvre au fil de ses chansons, interprétées par une voix cassée, les charmes d’un registre folk.

Traitant de l’éternel et inlassable sujet qu’est l’Amour, elle revisite en 2008 le mythe du « Prince charmant » véritable succès en France. Peu à peu, Claire se fait un nom sur la scène musicale internationale et enregistre son premier album du même nom le 23 février dernier.

Dans son album, cette « mal aimée » nous parle des relations hommes-femmes, elle nous livre ses sentiments, ses désillusions amoureuses au son entrainant de sa guitare. Sous ses airs candides d’adolescente se cache une jeune femme dont la malice et la gourmandise amoureuse sont retranscris au cœur même des paroles de « In the mood for l’amour ».

Que vous croyez ou non aux contes de fées, laissez vous emportez par la voix et la mélodie de cette jeune artiste française de 25 ans qui est à découvrir sans plus attendre !

ALEXIS BOSSARD